Justine Henin hat die Herzen der Stuttgarter Tennisfans im Sturm erobert. Mit einer eindrucksvollen Energieleistung gewann die Belgierin in einem mitreißenden Tennis-Krimi vor über 4000 Zuschauern in der Porsche-Arena ihr Viertelfinalmatch gegen die Serbin Jelena Jankovic 3:6, 7:6, 6:3 und zog ins Halbfinale des Porsche-Tennis-Grand-Prix ein, wo sie auf Shahar Peer trifft. Die Israelin, die am Samstag ihren 23. Geburtstag feiert, warf die an zwei gesetzte Russin Dinara Safina mit einem 6:3, 6:2 aus dem Rennen um die insgesamt 700.000 Dollar Preisgeld und den neuen Porsche Boxster Spyder.
„Ich weiß selbst noch nicht so genau, wie ich es geschafft habe, Jelena heute zu schlagen“, sagte die siebenfache Grand-Slam-Siegerin nach ihrem Erfolg gegen die aktuelle Nummer 7 der Welt. Die Gewinnerin des Porsche-Tennis-Grand-Prix 2007, die nach ihrem Comeback mit einer Wildcard ins Hauptfeld des mit sieben Top-Ten-Spielerinnen besetzten Turniers gekommen war, war zu Recht stolz auf ihre Leistung: „Das war ein großartiger Sieg. Jelena hat im ersten Satz kaum Fehler gemacht und mich stark unter Druck gesetzt. Im zweiten Satz habe ich dann alles gegeben, habe um jeden Punkt gekämpft und voll auf Angriff gespielt. Dadurch bin ich wieder zurück ins Match gekommen. Bei diesem Turnier im Halbfinale zu stehen, ist ein tolles Gefühl.“
Zuvor hatte sich Shahar Peer mit dem Sieg gegen Dinara Safina ein vorzeitiges Geburtstagsgeschenk gemacht. Die Israelin ließ die aktuelle Nummer 3 der WTA-Weltrangliste aus Russland beim 6:3, 6:2 nie richtig ins Spiel kommen und freute sich nach dem Match nicht nur über ihren Sieg. „Meine Mutter ist heute in Stuttgart eingetroffen, damit ich mich an meinem Geburtstag nicht einsam fühle“, sagte sie. „Das bedeutet mir sehr viel. Sie ist eine große Unterstützung für mich und ich bin froh, dass sie da ist.“
Im ersten Viertelfinalmatch des Tages setzte die Australierin Samantha Stosur ihre Erfolgsserie auf Sand fort. Beim 6:3, 6:3 gegen die Chinesin Na Li feierte die Nummer 10 der Welt im zehnten Spiel auf Sand in diesem Jahr den zehnten Sieg und zog damit erstmals ins Halbfinale des Porsche-Tennis-Grand-Prix ein. Dort trifft sie auf die russische Qualifikantin Anna Lapushchenkova, die Nummer 138 der Weltrangliste, die mit ihrem 7:6, 1:6, 6:1 gegen die Tschechin Lucie Safarova kurz vor Mitternacht für die Sensation des Viertelfinaltages in der Porsche-Arena sorgte.
In den letzten Viertelfinal-Doppelbegegnungen gewannen Cara Black/Shahar Peer (Zimbabwe/Israel) 3:6, 6:4, 10:7 gegen Alexandra Dulgheru/Agnes Szavay (Rumänien/Ungarn) und Kveta Peschke/Katarina Srebotnik (Tschechien/Slowenien) 6:2, 6:4 gegen Sarah Borwell/Raquel Kops-Jones (Großbritannien/USA). Bereits seit Donnerstag stehen Gisela Dulko/Flavia Pennetta (Argentinien/Italien) und Olga Govortsova/Alicja Rosolska (Weißrussland/Polen) im Halbfinale.


