OB Schuster: Stuttgarts Ruf als Architektur-Metropole mitgeprägt
Der Architekt Professor Dr. E.h. Günter Behnisch starb am gestrigen Montag
im Alter von 88 Jahren. Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster würdigte
Behnisch als einen „Botschafter Stuttgarts“. „Er hat Stuttgarts Ruf als
Metropole für Architektur – und kreatives Denken ganz allgemein –
nachhaltig mitgeprägt.“ Behnisch kam nach dem Zweiten Weltkrieg nach
Stuttgart, um hier Architektur zu studieren. Nach seinem Diplom eröffnete
er in Sillenbuch sein Büro „Behnisch & Partner“. Die Landeshauptstadt wurde
zu Behnischs Wahlheimat.
„Behnisch steht in der Reihe großer Stuttgarter Architekten – und hat dabei
stets eigene Akzente gesetzt. Bei seinen wichtigsten Bauten, dem
Olympiastadion in München oder dem neuen Plenarsaal des Bonner Bundestages
gelang es ihm eindrucksvoll, neue Technologien und Transparenz in einer
neuen Formensprache architektonisch umzusetzen“, so OB Schuster.
Auch in Stuttgart hat Behnisch vielfältig gewirkt. Zentral ist dabei die
Umgestaltung der Königsstraße zur Fußgängerzone. Weitere Beispiele seines
Schaffens sind die Landesgirokasse am Bollwerk oder der Kindergarten
„Schiff im Weinberg“ in Stuttgart-Luginsland.
OB Schuster: „Die Landeshauptstadt Stuttgart und ihre Bürgerinnen und
Bürger sind dem Verstorbenen zu Dank verpflichtet. Wir werden ihm ein
ehrendes Gedenken bewahren.“ Er wandte sich in einem Kondolenzschreiben an
die Familie des Verstorbenen.